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Autor und Redner Wolfgang Nieschalk - in Kürze

Ich begrüße Sie auf meiner Webseite. Bitte informieren Sie sich über mich und mein Angebot und falls Sie Fragen haben, rufen Sie mich am besten an oder schicken Sie mir eine Mail. Telefonnummer und Mail Adresse finden Sie hier auf dieser Seite rechts.


Vorträge für vielfältige Anlässe und Familienfeierlichkeiten

Ich schreibe Vorträge zu den verschiedensten Themenbereichen, auch für Ihre Familienfeierlichkeiten oder zu anderen Anlässen. Sie entscheiden, ob sie selbst referieren oder dies ggfls. durch mich ausführen lassen wollen. Bei Interesse an einem meinen festen oder individuellen Vorträgen bitte ich Sie, die Seite Veranstaltungen anzuklicken und mit mir einen Termin und ein Thema, zu dem ich referieren soll, zu vereinbaren.


Meine Arbeit als freier Journalist und Vortragsredner 

Ich arbeite als freier Journalist,  schreibe Reiseberichte und Kolumnen und halte regelmäßig Vorträge eigener Werke sowie über Werke namhafter Schriftsteller. 

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Vorträge



Publikationen in der Leine Deister Zeitung als freier Journalist - "Die kleine Geschichte" 

 

Seit vielen Jahren werden von mir 14- tägig Publikationen in der Leine Deister Zeitung unter dem Titel "die kleine Geschichte" veröffentlicht. Darüber hinaus bin ich Mitglied im Kunstkreis Laatzen, Culturium Hildesheim, in der Senioren Akademie Alfeld und ständig im Leserkreis der Leine Deister Zeitung präsent. Zahlreiche Lesungen bei den verschiedensten Gruppen runden mein literarisches Spektrum ab.



Autorengruppen


In der Vergangenheit war ich - mit zeitlichem Abstand -  in zwei Autorengruppen tätig, in denen ich meine Mitgliedschaft von vornherein auf fünf Jahre beschränkt hatte. In der Letzten wurden dann allerdings sechs Jahre Mitgliedschaft daraus. Beide Gruppen hinterließen positive Spuren, die sich heute in meiner Arbeit wiederspiegeln. 

Zur Zeit arbeite ich in einer Autorengruppe mit, welche wieder ganz neue schriftstellerische Perspektiven bietet. Und mit diesen anderen Perspektiven eröffnen sich für mich auch neue, faszinierende Aufgaben in bisher unbekannten literarischen Bereichen. 


Literaturgruppen

Seit Anfang Februar 2018 bin ich Moderator einer Literaturgruppe der Senioren Akademie Alfeld, die sich zum Ziel gesetzt hat, ausgewählte Autoren der Gegenwart und Vergangenheit zu besprechen und kurze Abhandlungen aus deren Leben und ihren Werken schriftlich abzufassen, die später ggfls. als Vorlage für gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit verwendet werden sollen. Die Gruppe umfasst derzeit 6 Mitglieder. Hierfür richte ich hier auf dieser Webseite zum Beginn des Neuen Jahres eine eigene Seite ein.


Rechte:

Alle auf dieser Webseite veröffentlichten Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet.


Im Anschluss an das "Allgemeine" auf dieser Startseite veröffentliche ich in lockerer Folge ständig wechselnde Geschichten aus meiner Zeitungstätigkeit - die meist exakt die gleichen Längen aufweisen - aber gelegentlich, wenn es "passt", auch Texte aus meiner sonstigen literarischen Arbeit. Von dem festen Rahmen aus vorgegebenen, maximal möglichen Satzzeichen eines Zeitungstextes  befreit, können diese Beiträge auch länger ausfallen und mir eröffnen sich dadurch mehr Möglichkeiten, das zu "Berichtende" ausgiebiger zu beschreiben.  

Ganz rechts sehen Sie einen weiteren, ständig von mir ausgetauschden Beitrag, der im Gegensatz zu der Geschichte hier im Anschluss, auf allen Seiten zu sehen ist. 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!


Neu


Die Entscheidung: Hund oder Horn.


Vor kurzem glich mein Schreibtisch einem überfüllten Dachboden. Vollgepackt bis die Schubladen klemmten, kamen beim "Ausmisten" manchmal längst vergessene Schätze ans Tageslicht. Letzte Woche das bescheidenste aller Musikinstrumente:  Meine Mundharmonika. Eine Hohner, die ich vor fast 50 Jahren gekauft hatte, um weihnachtliche Musik ins Wohnzimmer zu zaubern. Es blieb beim guten Vorsatz. Dann vergaß ich das Instrument.

Nun lag sie wieder vor mir, vertraut und doch fremd geworden. Ich öffnete die abgestoßene Schachtel, auf deren Deckel zwei junge Frauen mit altertümlichen Frisuren abgebildet waren, nahm das silbern glänzende Musikinstrument heraus, setzte es an die Lippen und blies vorsichtig hinein. Und schon bei den ersten, weichen, etwas klagenden Tönen ärgerte ich mich, damals nicht konsequenter geübt zu haben. Wie viel Wohltönendes hätte sie meiner Familie in all den Jahrzehnten liefern können!

Andere, wertvollere Musikinstrumente versuchten in jener Zeit, Musik ins Haus zu bringen. Doch denen erging es schlecht. Alle landeten erst auf dem Dachboden und später im Sperrmüll. Blockflöten aller Art, Trommeln und Pauken, Xylofone, ein Harmonium, ein Jagdhorn und eine Geige. Zu wertvoll, um weggeworfen zu werden, fristet sie seit langem ihr Dasein zwischen Ausrangiertem. Musikalisch herausgekommen ist bei all dem Aufwand für alle nichts. Kein Wunder bei einem musikalischem Vorbild mit so negativem Vorzeichen wie ich es war.

Auch bei den Enkeln steht, statt einer Geige auf dem Dachboden, seit langem ein glänzendes, schwarzes Klavier im Raum, aus dem - ich kann mich nicht erinnern - je ein wohlklingender Ton an mein Ohr drang.

Aber Misstöne! Sie sind es, die unvergesslich bleiben und mir noch heute "Gänsehäute" bereiten. Vor allem die Töne des Jagdhorns. Meist klangen sie so, als ließe man aus einem Luftballon die Luft ab - oder - am besten, Sie gehen Sie in einen Kuhstall, dann wissen sie, wie es klang. Mein Hund jedenfalls erinnerte sich seiner wölfischen Vorfahren und irgendwann stellte sich die Frage: "Hund oder Horn." Sie können sich denken, wie es ausging.

Urplötzlich war alles vorbei. Die Kindern verschwanden und mit ihnen Instrumente und Misstöne. Nur meine Mundharmonika nicht. Sie lag, von der Vergessenheit behütet im Schreibtisch und wartete darauf, zufällig entdeckt zu werden.

Ab sofort - nahm ich mir vor - wird das leicht geschwungene "Westentaschen Orchester" intensiv benutzt. Wenn ich auch im Notenlesen "mangelhaft" bin, seit der Sache mit dem Jagdhorn tendiert meine musikalische Sensibilität in Richtung gut. Dieses durch schmerzhafte Misstöne geschärfte Hören bildet nun die Grundlage, um am Heiligen Abend - spät, aber nicht zu spät - doch noch als Vorbild  mit positivem Vorzeichen! - von staunenden Kindern und sprachlosen Enkeln musikalisch anerkannt zu werden. Ich verschweige dann, dass eine Mundharmonika leichter zu spielen ist, als alle anderen Instrumente. Dafür renommiere ich mit meinem "Können." Das wird sie zur Nachahmung reizen. Und sei es nur, mich zu übertrumpfen. Wunderbar! Hauptsache, sie finden den Weg zur Hausmusik und erinnern sich an die ramponierte Geige auf dem Dachboden oder erwecken das vor sich hin dösende Klavier zu wirklichem Leben. 

So anspruchslos das kleine Instrument auch ist: Es kann Wunder wirken. Das größte Wunder wäre, wenn meine Mundharmonika im nächsten Jahr am Heiligen Abend Verstärkung bekäme und ein Duo oder gar Trio mit "Stille Nacht - heilige Nacht" weihnachtliche Verzauberung ins Haus trüge. 


Höhenangst...

 

Für einen Anfänger ist es ein Alptraum, auf einen jener Gittermasten klettern zu müssen, die auf den Feldern stehen und unter denen oft ein unheimliches Knistern zu hören ist!

Als AZUBI kletterte ich oft hinauf in die "Vorhölle" am Himmel. Die Höhe war furchterregend. Hilfreiche Kräne gab es damals nicht, nur kletternde, vor Angst schwitzende Auszubildende. Die Aussicht zwischen Himmel und Erde in vierzig Metern Höhe oder mehr, war bedrohlich. Das Wetter immer zu windig, zu kalt oder zu heiß. Angst schnürte uns allen die Kehle zu. Besonders, wenn der Auftrag verlangte, ans Ende der vielleicht acht Meter langen, waagerechten Querausleger zu gelangen. Dorthin, wo abrupt das Nichts begann, an dessen Grenze der Arbeitsplatz lag. Ein Straucheln, ein falscher Schritt...trotz Sicherheitsgurt. An dieser Kante wurde ich beim ersten Mal seekrank.

Alte Hasen ließ die Höhe kalt. Andere brachen die Ausbildung ab, nachdem sie, vor Angst bewegungslos festgekrallt am eisigen Stahl, herunter geholt werden mussten. Ich hielt durch, die unterschwellige Furcht vor großer Höhe aber blieb.

Seitdem meide ich Hochhäuser, überhängende Felsnasen, wacklige Leitern und alles, was "zu weit oben" liegt. Komischerweise fliege ich gern, und meine Freude an "den fliegenden Kisten" veranlasste jemanden, mir ein Geschenk zu machen, dass am 13. Oktober eingelöst werden sollte. Ich lehnte ab. Am 13. in die Luft? Ich nicht! 

Am 14. empfing mich strahlend blauer Himmel auf dem Hildesheimer Flughafen und ich war gespannt auf die Aussicht, die mich in 4000 Metern Höhe erwarten würde. Die Maschine stieg langsam. 1000 Meter Höhe über Rössing, 2000 Meter über dem Maschsee und - zurück über Hildesheim: 4000 Meter. Es wurde ernst. Die Luke, einen halben Meter vor mir öffnete sich, eisiger Wind wehte herein und dann, ich war entsetzt, stürzte sich ein Irrer aus der offenen Luke ins Nichts und ich flüsterte: "Der ist ja verrückt." Dann war ich dran.

Willenlos fast, apathisch, die Bewegung nur automatisch ausführend, rutschte ich auf die äußerste Kante der Flugzeug Luke mit seiner erschreckenden Bodenlosigkeit. Die Waden unter die Außenseite des Flugzeugs gepresst, Arme über der Brust gekreuzt, registrierte ich eine Zehntelsekunde den von mir bestellten Videofilmer, wie er außen am Flugzeug "klebte" und mir zuckte durchs Hirn: "Wie kommt der denn da hin?

Und plötzlich - ich weiß nicht wie und warum, war ich im freien Fall und fiel und fiel und schloss die Augen. Ich wollte nichts mehr sehen. Ein Sturm von 250 km/h schnitt mir eisig ins Gesicht und sein Geräusch raubte mir Gehör und Denken. Ich spürte, wie meine Wangen flatterten. Dann öffnete ich die Augen doch, weil die Neugier siegte und unvermittelt tauchte - abwechselnd vor und neben und sogar unter mir im Luftozean "schwimmend" - mein Fotograf auf und filmte. Ich streckte die Arme aus, wie ein Vogel - und plötzlich verstummte das Dröhnen der Luft und unwirkliche Ruhe breitete sich aus, während sich über mir das orangefarbene Rechteck des Fallschirms vor dem Blau des Himmels wölbte. Das Schachbrett am Boden wuchs zu normalen Straßen, der Hildesheimer Industrie Hafen verschwand aus dem Blickfeld, das Flugfeld, der Kontrollturm  tauchten auf und dann, die Füße nach oben gereckt, waren mein Tandempilot und ich unten.

Einen Moment lag ich, meine Sinne ordnend, im Gras. Dann erhob ich mich - taumelte, und wurde, so wie 60 Jahre zuvor auf dem Hochspannungsmast - seekrank.

Doch ein kleiner Preis für das, was mich vielleicht am DREIZEHNTEN! Oktober - meinem persönlichen  oder auch nur eingebildetem Pechtag -  erwartet hätte!

 












Herzlich Ihr 

Wolfgang Nieschalk









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