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Wolfgang Nieschalk
            "Wer handelt, kann Fehler machen. Wer nicht handelt, hat bereits einen Fehler gemacht."

Ich heiße Lieselotte Herwig und wohne in Alfeld/Leine.

 






Neu. Aktuell.






Beachten Sie bitte den von Lieselotte Herwig vorgestellten Text über einen Vortrag der Autorin, der unter der hier anschliessenden Laudatio zu einer Ausstellung des Künstlers Volker Nemitz zu finden ist. Die personenbezogenen Angaben zu Frau Herwig und Informationen zu einem von ihr angebotenen Vortrag  finden Sie ebenfalls weiter unten.

 



19. Februar 2019  Volker Nemitz

Laudatio von Lieselotte Herwig zur Eröffnung  einer Bilderausstellung des Künstlers Volker Nemitz aus Delligsen in der Galerie des Krankenhauses Alfeld


Liebe Kunstfreunde, lieber Volker,

du hast deine Ausstellung hier „Inspirationen“ genannt, und diesem Gedanken nachzuspüren hat mich interessiert.

Der normale Mensch empfindet oftmals eine Scheu vor einem leeren Blatt oder einer jungfräulichen Leinwand. In ihm antwortet ebenfalls eine Leere. Was da hinaufbringen? Da du so viele leere Leinwände zu Bildern hast werden lassen, wirst du kein normaler Mensch sein. Ein Künstler ist anders. Er will das Weiße, Leere verdrängen und es wäre so einfach, Stift oder Pinsel zu nehmen und einfach los zu wirken. Bloß weg mit der weißen Fläche. Aber damit würde der Künstler sich in das Berufsfeld des Anstreichers begeben und genau das will und darf ein Künstler nicht sein.

Es muss also etwas geschehen sein, bevor der erste Strich aufgebracht wird. Etwas muss dem Künstler gesagt haben, was er aus der Leere entstehen lassen will. Diesen Vor-Prozess nennt man Inspiration.

Du hast mir viel von deiner Inspiration erzählt und ich möchte diese Gedanken an Sie, liebe Zuhörer, weitergeben. Es ist nicht die Leere der Leinwand, die dich inspiriert, sondern es ist ein inneres Angestoßen-Sein. Irgendetwas löst ein Empfinden in dir aus, immer ist es ein inneres Gefühl wie Freude oder Glück im Positiven bis zum Ablehnen oder Entsetzen im Negativen. Es kann auch der Verstand sein, der einen Anstoß gibt, aber auch der ist nicht auf den Kopf beschränkt. Er vertritt die Grundeinstellung deiner Persönlichkeit.

Das, was du fühlst, löst einen Impuls aus:

„Ich möchte andere daran teilhaben lassen“

„Dazu habe ich etwas zu sagen“

„Für mich darf das nicht verborgen bleiben, ich möchte dazu beitragen, dass es geändert wird“

Diese Vorgänge bezeichnest du als „innere Wirklichkeit“. Dein inneres Erleben will heraus, will Form finden, willst du visualisieren. Und mit dieser Zielsetzung setzt du dich lange auseinander, denn auf welche Weise kannst du das ausdrücken, was dich bewegt? Du beginnst, doch mit der ersten Vorstellung ist es nicht getan. Wieder entsteht ein Prozess, der sich verselbständigt. Soll es das Bild bleiben, das ich mir vorgestellt habe? Ergeben sich nicht vielleicht neue Blickwinkel, die ich nicht geplant hatte? Wie kann ich meinen Gedanken die  Ausdrucksmöglichkeit geben, die mir vorschwebt? Gelange ich auf diesem Weg zu  intensiveren Farbkompositionen, zu interessanteren Formstrukturen?

So durchlebt dein Bild Metamorphosen ehe du sagst: „Jetzt ist es richtig. Jetzt ist es gut. Jetzt höre ich auf.“ Und diese Bilder hängst du mit Überzeugung an diese Wände, weil sie dich als Person repräsentieren. Nicht nur als Künstler, sondern als denkenden und verantwortlich handelnden Menschen. Du hast die Leinwand erlöst von ihrer Nichtigkeit und dich damit entlassen aus deiner Bedrängnis, eine Aussage machen zu wollen. Zu jedem Bild kannst du deine Geschichte erzählen und eigentlich wäre es wichtig, wenn du sie dem Bild zufügen würdest.

Eine Serie von Bildern hast du der „Göttlichen Komödie“ von Dante gewidmet. Ungewöhnliche Bilder, ohne Textkenntnis nur schwer entschlüsselbar. Aber wer den Text kennt, dem öffnet sich Dantes Universum. Und eben ein bisschen auch das eigene. Eigentlich müssten alle Bilder aus sich selbst heraus lesbar sein. Aber erst einmal lesen wir nur unseren eigenen Text. Und erst wenn wir tiefer schauen und nach der Inspiration deiner Gedanken forschen, wirst du darin sichtbar.

So ist das Bild, das ich betrachte, immer ein anderes, als du es malst. Für dich hat jedes Detail eine Bedeutung. Nichts ist nur zufällig da. Jeder Pinselstrich ist so gewollt. Das Bild muss in sich stimmig sein und eben von Malqualität zeugen, die allein dadurch schon Aufmerksamkeit erregt.

Aber da sind noch deine Inspirationen. Der Fülle deiner Themen entspricht die Fülle deiner Wahrnehmung und inneren Anteilnahme. Du registrierst sehr bewusst, was dich bewegt. Das kann einfach nur etwas Schönes sein, das eine bildnerische Qualität beinhaltet. Das können Momente aus dem Alltag sein, die dir den Auftrag geben, es festzuhalten. Und da ist die ganze Vielfalt der Emotionen, die ins Bild wollen, von Elend und Hoffnungslosigkeit bis zum puren  Glücksempfinden. Deine Bilder zeigen es.

Der andere Künstler in dir ist der Fotograf. Und auch darin decken sich die Inspirationen zu deinen Vorhaben. Obwohl: Dort ist das Bild eigentlich schon vorhanden. Du musst es nur herausnehmen, ausschneiden, kannst es mit den Angeboten des PC leicht verändern. Beim Malen steht dir die ganze Palette der Gestaltung zur Verfügung. Du kannst Farben verändern, Formen verwischen, Objekte neu zusammenfügen, du kannst detailgetreu abbilden oder sie fast bis zur Unkenntlichkeit abstrahieren. Und immer macht die Farbe, das Spiel mit der Farbe mit den vielfältigen Möglichkeiten des technischen Auftrags jedes deiner Bilder zu einer einzigartigen Besonderheit.

Alle deine Bilder regen zum Nachdenken an. Du willst das – oder eher möchtest das. Es soll uns beim Betrachten etwas bewusst werden, und vielleicht nehmen wir etwas veränderte Gedanken mit in unseren Alltag.

Du lebst nicht in einem Elfenbeinturm der Farben. Du setzt Farbe ein für uns, damit jeder seine Farbe findet: für seine Liebe, Angst, Zerstörung, Verzweiflung, für sein Leiden und seine Freude. Das macht dich zum menschlichen Künstler, denn das willst du sein: eben der andere Mensch, der mit seinen Fähigkeiten ein bisschen beitragen will für ein Verstehen von uns selbst und Verständnis für andere. Über die Leere der Leinwand zu einem Bild in uns selbst.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen einen Rundgang mit Tiefsinn, aber auch einfach nur der Freude an den Gestaltungen von dir, Volker.

Vielleicht möchtest du zu deinen Bildern etwas allgemein sagen, ansonsten kannst du sicher auf hoffentlich viele Fragen antworten.

 

 






Antoni Gaudi und der Jugendstil in Barcelona

 

Barcelona ist eine faszinierende Stadt. Ältestes Kulturgut prägt ihr Bild wie auch die Moderne mit futuristischen Bauten. 

Ein besonderes Gepräge erhielt die Stadt durch den Architekten Antoni Gaudi (1852 – 1926), der seine Handschrift in unnachahmlichen Bauten des Modernisme realisierte. Seine Wohnhäuser sind ebenso wie die Kirche Sagrada Familia in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden.

Mein Vortrag versucht der Persönlichkeit dieses Ausnahme-Architekten nachzuspüren  und zeigt in vielen Bildern die Besonderheiten seiner Werke. Nicht umsonst besuchen jährlich Millionen Menschen Barcelona, weil Gaudi dort gewirkt hat. Er hat der Stadt seinen Stempel aufgedrückt und bringt uns heute immer wieder zum Staunen und Nachdenken. 

Premiere am 7.11.2018 in der Schulrat Habermalzschule Alfeld um 16.00 Uhr in 31016 Alfeld.

Weitere Termine erfahren Sie rechtzeitig hier auf dieser Seite oder durch die Veranstalter der jeweiligen Vortragsorte.



05181/82060



Texte der mit mir befreundeten Autoren werden von mir weder kommentiert noch bearbeitet. Sie werden von mir so eingestellt, wie sie mir zugesandt werden. 



Lieselotte Herwig über sich selbst:

In der Hoch-Zeit des Krieges  geboren, danach vertrieben, war ich ein typisches Kind meiner Zeit:  arm, aber immer bestrebt, aus der Notlage heraus schöpferisch zu handeln und gegebene Situationen nicht gedankenlos hinnehmen zu wollen. So möchte  ich  meine über 40-jährige Tätigkeit als Grundschullehrerin beschreiben als ein bodenständiges kreatives Wirken einer pädagogischen Zehnkämpferin. Immer bestrebt, aus der Aufgabe das Beste machen zu wollen.

Darin einzuordnen ist auch mein zweites Nebenher-Studium zu sehen, Germanistik und Kunst, das in einen Lehrauftrag  der Kinder- und Jugendliteratur an der Uni Hildesheim mündete. In meiner Vita hat dieser Entschluss mir zwar viel Arbeit eingebracht, dafür aber auch die Gelegenheit, den geistigen Aufbruch der 70-er und 80-er Jahre in seiner grundlegenden Bedeutung für unsere Gesellschaft zu verstehen. Neue Gedanken wurden veröffentlicht und Kritik am Verfestigten geübt. Offenheit und Verantwortung waren Leitgedanken einer neuen Gesellschaft.

In meinen Seminaren war die „Mädchenliteratur“ besonders beliebt. In der Vorarbeit dazu lernte ich die unterschiedliche Behandlung der Mädchen und Jungen in ihrem Erziehungsgedanken kennen. So wurde das Thema „Frau“ zu meinem Schwerpunkt. Ich arbeitete Vorträge aus zu diesem Thema, das mich hauptsächlich in unsere Geschichte einführte, deren Bedeutung für unser Verständnis von gleichwertiger Behandlung der Frau in der gesamten Welt aber heute noch wegweisend ist.

Nach meiner Pensionierung verfolgte ich 4 Stränge meiner Interessen:

-        den aktiven Einsatz in der Senioren-Akademie Alfeld

-        den der Mode in meinem Atelier, vor allem der „Rumfort“-Mode

-        den der vielfältigen Vorträge (Mode und Frauenrechte gekoppelt mit gesellschaftlichen          Lebensbedingungen)

        

-  neuerdings des Schreibens über grundlegende Gedanken des Energie-Heilens, festgemacht am eigenen Erleben einer äußerst belasteten Kraftlosigkeit mit den daraus entstehenden Problemen  und Heilansätzen, vor allem aber der Aufarbeitung von Grundgedanken. 



Nach diesen Informationen über mich selbst, nun das, was ich Ihnen an Vorträgen anbiete. Rufen Sie bitte Wolfgang Nieschalk an, der Sie dann an mich weiterleiten solange weiterleiten wird, bis meine eigene Telefonnummer vorliegt. Seine Kontaktdaten finden Sie rechts oben auf jeder Webseite. 


Meine Vorträge bauen sich innerhalb von drei Gruppen aufeinander auf, sind aber in sich selbst abgeschlossen, so dass sie unabhängig voneinander  gehört werden können. Das Frauenthema ist vorerst für mich abgeschlossen, Mode und Bilderbücher entwickele ich noch weiter.

1.  Frauen:

·       „Sie soll kein Handwerk daraus machen – schreibende Frauen im 19. Jhdt.“ (mit Bildern)

·       „Geehrt, geliebt geächtet – schreibende Frauen von 1900 bis 1950“ (mit Bildern)

·       „Zwecks Heirat – das Frauenbild in der Literatur des 19. Jhdts.“ (mit wenigen Bildern)

·       „Sittsam, fleißig, rechtlos – über die soziale Stellung der Frau im 19.

 Jhdt.“

·       „Was Frauen untersagt war“

·       „Bewegte Frauen - über ihren Weg aus der Rechtlosigkeit“

 

2.  Mode:

·       „Die Schönen – Mode im Spiegel der Gesellschaft des 19.  Jhdts.“ (Diashow)

·       „Frauen im Wandel – Bewegte Zeiten in Mode und Gesellschaft von 1890  – 1940“ (Diashow)

·       „Haute Couture und Pferdeschwanz – Mode und Lebensgefühl der 50-er“ (Diashow)

·       „Minirock und Shabby-Look – der Weg in die heutige Mode“ (Diashow) in Vorbereitung

 

3.  Bilderbücher:

·       „Struwwelpeter & Co – die Geschichte des Bilderbuches  von den Anfängen bis 1950“ (Diashow)

·       „Geliebte Bilderbücher – über den Wiener Bilderbuchmaler Winfried Opgenoorth“ (Diashow)

 

Einen Beamer bringe ich mit, evtl. auch eine Leinwand von haushaltsüblicher Größe.

                     

 

Lieselotte Herwig



Gedanken zu „Haute Couture und Pferdeschwanz – Mode und Gesellschaft der 50- er“ 

Die Ausstellung „Exotik über dem Nierentisch“ im Heimatmuseum Alfeld hat Lieselotte Herwig in die Zeit der 50-er Jahre zurückdenken lassen. Sie selbst hat ihre Jugend in dieser Zeit verlebt und so ist es einerseits  ein Aufarbeiten der eigenen Geschichte, andererseits  ein gezieltes Durchdringen  der Lebensbedingungen unserer gesamten Gesellschaft.  

Möbel und Wohnaccessoires waren Hülle für ein bewegtes Jahrzehnt. Hautnaher noch war das, was man trug. Die Mode als Spiegelbild der aufstrebenden Gesellschaft, als Teil des Wirtschaftswunders, das aus  Ruinen entstand, zeigte auf vielfältige Art das sich allmählich verändernde Denken. Der Konformität der Vorkriegszeit setzte sich Vielfalt entgegen. Das Leben gab mehr Raum für eigene Entscheidungen, und so brachten Einflüsse aus dem Sehnsuchtsland Amerika, aber auch aus  Urlaubsländern neue Ansätze für ein aktives Leben und die Selbstdarstellung darin. Ein Rückblick von heute mit dem Wissen, wie das damalige Denken sich weiterentwickelt hat,  zeigt uns deutlicher als damals  die Struktur dieser sich auffaltenden Gesellschaft. Auf der Suche nach Sicherheit, Wohlstand und privatem Glück wurde in  vielen Gegensätzen gelebt, die zu einem zeitweiligen Aufbrechen führten, sich aber immer wieder  in einer häuslichen Idylle um den Nierentisch und der dezenten Exotik darüber vereinigen ließen.

   

Es ist ein spannendes Jahrzehnt gewesen,  und gerade der Retro-Kult der gegenwärtigen Mode gibt einen besonderen Anstoß, in den Kleiderschrank und hinter die Kulissen der 50-er Jahre zu schauen. 



Lieselotte Herwig

Sittsam, fleißig, rechtlos

– über die soziale Stellung der Frau im 19. Jahrhundert

 

Es gibt nicht viele Texte, die das reale Leben der Frau  im 18. Und 19. Jahrhundert beschreiben, da sie es nicht wert war, wahrgenommen zu werden in ihrer Lebensart und ihren Lebensbedingungen. In meiner Zusammenstellung soll deutlich werden, wie sehr die Frauen bestimmt wurden zu einem Leben, das von ihnen Dienen und Unterwerfung verlangte, dass ihnen aber jegliches Recht verwehrt wurde, selbst in Kleinigkeiten über ihre Lebensform bestimmen zu können. Die Komplexität der Fremdbestimmung ist erschütternd und aufrüttelnd zugleich und lässt uns auch über unsere heutige  Lebenspraxis nachdenken.

Erschütternd ist vor allem, weil die Kirche an erster Stelle die Frau, weil mit der Erbsünde belastet, grundsätzlich zu einer minderwertigen Person abgestempelt hat. Die Gesellschaft unter der Vorherrschaft des Mannes hat gleichgezogen und ihr aufgrund philosophischer  und wissenschaftlicher Gedanken  die Minderwertigkeit stets bestätigt. Dem Mann wurde in allen Bereichen die Herrschaft, die Handlungsfähigkeit und die Bestimmungsfunktion zugesprochen, die Frau hatte sich ihm vollständig zu fügen. Obwohl  in der Ehe sie nur Unmündigkeit und Rechtlosigkeit erwartete, stand sie ohne den Gatten in einer noch schwierigeren und demütigenden gesellschaftlichen Position. So wurde ihr im Bürgertum Arbeit und ein eigenes Einkommen verwehrt, in der Arbeiterschaft wurde ihre Arbeit nur minimalst bezahlt. Je mehr das 19. Jahrhundert voranschritt, umso schwieriger wurde die Situation der Frau in allen Bereichen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich langsam einzelne rechtliche und gesellschaftliche Ansätze zur Gleichstellung, die ein ganzes Jahrhundert andauerten und in langen sich entwickelnden Prozessen  bis heute noch nicht vollständig realisiert sind.

Meine Texte streifen die Themen: Haushaltsführung, Gefährtin des Mannes, Geburt, Sexualität, Berufstätigkeit, Ausbildung, Studium, Rechtswesen. 



Lieselotte Herwig

Hinsiekweg 28 H

311061 Alfeld

 

 

Gedanken zum Vortrag

„Frauen im Wandel – Mode in bewegten Zeiten von 1890 – 1940“

 

        

Die Mode der Frau im 19. Jhdt. drückte in Prunk und optischer Ausgestaltung die gesellschaftliche Bedeutung des Ehemannes aus. Gegen Ende des Jahrhunderts aber weichte die festgefügte Ordnung auf. Die Eigenständigkeit der Frau in Beruf und Bildung versuchte sich auch über die Mode darzustellen. Modeschöpfer mit eigenwilligen Ideen, das Zusammenwirken mit künstlerischen Strömungen und nicht zuletzt die Entwicklung von Stoffen und Materialien brachte die neue Silhouette der Frau hervor. Die Mode entwickelte sich kriegsbedingt praktisch, aber auch mondän und lasziv, auf jeden Fall vielfältig in immer neuen Ausdrucksformen. Bis der Zeitgeist die Modewünsche einengt und der 2. Weltkrieg  den Frauen nur noch die Sorge um das Beschaffen  der nötigsten Bekleidung übrig lässt.






Die bewegte Frau – Wie Frauen sich zu wehren begannen

 

Dass Frauen in weitesten Teilen der Welt als minderwertig gelten, erschüttert uns zutiefst. Für uns gibt es keinen Grund, die eine Hälfte der Menschheit geringer zu bewerten, noch dazu den Teil, der für die Geburt und Fürsorge der Nachkommen unerlässlich ist. Wir haben in den westlichen Ländern bewiesen, wie sehr Frauen durch ihren Geist und ihre Handlungskompetenz, durch ihre Einsatzfreude und Verantwortung die Gesellschaft positiv weiterentwickelt haben. Männer und Frauen sind in gleicher Weise aufgerufen, ihren Beitrag für eine gut funktionierende Gemeinschaft zu bringen und aus ihrer Sicht werthafte Vorstellungen zu realisieren. Dass unsere Gesellschaft heute diese Vereinbarungen als selbstverständlich ansieht und danach handelt, ist jedoch erst wenige Jahrzehnte alt. Und es war ein langer und mühsamer Prozess, alte Strukturen aufzubrechen und zu verändern, Gesetze einzuführen und nicht zuletzt Denkmuster  in den Köpfen zu überwinden. Frauen haben gegen Windmühlenflügel gekämpft um ihre Rechte einzufordern – und wenn sie sie erreichten, brauchte es immer noch einige Zeit, ehe sie zur Selbstverständlichkeit wurden. 

   

Es lohnt sich, unseren mühevollen Weg der Frauen einmal nachzuspüren, um zu begreifen, wie wenig selbstverständlich unsere Gedanken der Gleichwertigkeit von Mann und Frau in der Gesellschaft der Welt heute noch sind.  

 
 
 
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