Festung Königsstein und die Bastei

 

 

Blick von der Bastei

Hier nur ein Blick von vielen Möglichen vom Königsstein auf die Elbe.

 

 

Ist das Wetter so, wie es jetzt herrscht - Minus 2 aber gefühlte Minus 10 Grad oder sogar darunter, erinnert jeder sich gern an den oft blauen Himmel des vergangenen Jahres und an die verhaltene Wärme der späten Sommer- oder Frühherbsttage.

Auf alle Fälle ist dies ein günstiger Augenblick, sich im Büro der Kälte draußen zu entziehen und zurück zu blicken ins vergangene "Reisejahr."

 

Und so kam mir meine PC Exkursion durch die Unmenge an Fotos vom letzten Jahr gerade recht, um die sonnigen Gedanken zu entwickeln, die froh machen für den gar nicht mehr so weit entfernten Frühling und sich erheblich vom Grau in Grau beim Blick aus dem Bürofenster abheben.

Merkwürdige Bergformationen sieht der Besucher und ich werde versuchen, herauszufinden, was zu diesen Gipfeln geführt hat. Natürlich, Erosion, aber ob dies alte Vulkanschlote sind, die der Erosion besser getrotzt haben, werde ich ergründen.

Nichts ist mehr kriegerisch oben auf Königsstein.

 

 

 

Man muss nicht immer weit fahren, um die Schönheiten und Eigenarten der Landschaften Deutschlands zu erleben. Nur hundert Kilometer von zuhause entfernt erscheinen uns die bekannten Landschaften in einer anderen Jahreszeit oder in einer anderen Stimmung plötzlich ganz anders, plötzlich fremd oder plötzlich sonderbar vertraut.  

Die Basteibrücke. Leider alles grau in Grau, denn die Sonne verließ mich vorübergehend.

Und so erging es mir mit dem Elbsandsteingebirge, dass ich bisher nur im Winter bei dicken Minusgraden kennengelernt hatte. Welch ein Unterschied jetzt im Gegensatz zu "damals" und ohne froststarre Finger fotografiertes es sich jetzt auch leichter. Dabei ist es nicht so, dass das sächsische Elbsandsteingebirge nicht schon millionenfach abgebildet wurde. Unaufhörlich klicken die Kameras bei dem täglichen Besucheransturm und tragen diese beeindruckenden Gesteinsformationen in alle Kontinente unserer Erde.

 

Die nächsten Fotos sprechen für sich.

Und trotzdem drückt man selbst auf den Auslöser, weil das Überwältigende der Landschaft einen dazu zwingt und weil man diese einzigartige Landschaft "in Natura" doch ganz anders, intensiver erlebt, als sie selbst mit modernsten Aufnahmemethoden auf den verschiedensten "Känälen bei uns ankommen." 

 

 

Besonders breit erschien mir die Elbe nicht!

Das Unmittelbare der Gesamtheit, das Wuchtige der Felsen, die Zerrissenheit der Klippen, die sich weit unten weich und anmutig dahin schlängelnde Elbe, die an alte Vulkankegel erinnernden Berge im Hintergrund und der Nebel, der die Täler füllt und die Bäume aus ihm heraus wachsen lässt, verleiht ihnen etwas Geheimnisvolles, Mystisches und solche in die Tiefe gehenden Eindrücke können nur an Ort und Stelle erlebt, genossen und in ihrer Gesamtheit erfahren werden.

 

So kann auch dieser kleine Bilderbogen meines zwei Tage Ausflugs "östlich von Dresden" nur ein müder Abklatsch der Wirklichkeit sein. Aber immerhin kann er die  Vergangenheit wiederbeleben und diese Jahreszeit, die ohne großartige Farben auskommen muss, wenigsten ein bisschen bunt werden lassen. So können neue Ideen keimen, die uns zu neuen Reisen treiben, zu neuen, unbekannten Zielen und davon gibt es haufenweise - man muss es nur wollen und in die Tat umsetzen.

 

"Durchblick"

Bad Schandau zum Beispiel, der langgezogene Ort mit seinem freundlichen Marktplatz und seiner hübschen Touristeninformation, dass sich ans Nordufer der Elbe anzukrallen scheint und an verschiedenen Hochwassermarken die Elbe von ihrer zerstörerischen Seite dokumentiert.

Oder das kleine Restaurant, in dem ich zu Mittag aß und in dem sich die freundliche Kellnerin - die auch Eigentümerin war - dafür entschuldigte, dass zu viel auf dem Teller war. Genaugenommen war es viel zu viel, doch jüngere Leute mögen anderer Ansicht sein.

"Mein Mann meint, die Gäste müssten uns in guter Erinnerung behalten." Das habe ich und wüsste ich noch den Namen des Restaurants, würde ich ihn nennen. Meine Erinnerung ist nicht nur gut, sie ist auch nachhaltig und wenn mich mein Weg mal wieder in die Gegend führt wird dieses Restaurant garantiert auf meinem Reiseweg liegen.

 

 

 

Es sieht aus, wie die Kulisse eines Wildwestfilms

Beeindruckend diese vorspringenden Felszacken.