Archiv 2015 

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Hemingway Lesung im Kunstkreis Laatzen


Am 15. November 2015 hatte der Kunstkreises Laatzen unter der 1. Vorsitzenden Monika Gorbuschein und Dr. Dietmar Weiß aus dem Vorstand des Kunstkreises eine Abordnung des Calenberger Autorenkreises zu Gast, um vor zahlreichen Gästen an Ernest Hemingway zu erinnern.

 

Die Referenten von links nach rechts: Uwe Köster, Wolfgang Nieschalk, Ursula Kühn, Friedrich Pape, Karla Kühn, Uwe Märtens

Die Referenten von links nach rechts: Uwe Köster, Wolfgang Nieschalk, Ursula Kühn, Friedrich Pape, Karla Kühn, Uwe Märtens

Nachdem Monika Gorbuschin die Veranstaltung eröffnet hatte, referierten die Gäste über den großen amerikanischen Schriftsteller und hatten zu diesem Anlaß besonders interessante Titel ausgewählt.

Bevor die Erzählungen Hemingway's vorgetragen wurden, entrollte in einer ca. zwanzigminütigem Biographie Friedrich Pape das Leben des Schriftstellers selbst und auch das des Künstlers Hemingway, dessen Leben teilweise von Maßlosigkeit gekennzeichnet war, und der dem Alkohol zuneigte. Danach stellten die übrigen Mitglieder des Calenberger Autorenkreises ihre Beiträge vor, die mit anhaltendem Beifall der Anwesenden belohnt wurden.

Den Auftakt machte Ursula Kühn aus Weetzen mit einer sehr emotionalen Erzählung aus dem spanischen Bürgerkrieg. "Indianerlager" hieß der nächste Titel, den Uwe Köster vortrug und Wolfgang Nieschalk lud die Zuhörer gedanklich mit seiner Erzählung "Schnee auf dem Kilimandscharo" zu einem tödlich verlaufenen Jagdausflug nach Afrika ein. Überhaupt handeln viele Erzählungen Hemingways von der Jagd, dem Hochseeangeln und - wie könnte es bei ihm anders sein - von den Frauen oder einer Verknüpfung von allem.

Nach der Pause begann Karla Kühn mit dem Beitrag "Mein Alter", Uwe Märtens schloss sich ihr mit dem Beitrag "Das glückliche Leben des Francis Macomber" an und zum Schluss referierte Wolfgang Nieschalk nocheinmal mit einem Beitrag aus dem Jahre 1964. Diesmal nicht von, sondern über Hemingway mit dem Titel "Was ich von Hemingway geklernt habe." Diesen Beitrag verfasste der Schriftsteller W.J.Lederer, der Mitverfasser des Buches "Der hässliche Amerikaner", und dauch in diesem Beitrag war Alkohol im Spiel, aber auf unerwartet andere Weise, als man bei dem Lebenswandel des großen Hemingway vermuten könnte.

Die Lesung war eine sehr gelungene Vorstellung des Calenberger Autorenkreises.

Ganz besonders muss das kurzfristige Einspringen von Ursula Kühn für einen plötzlich nicht zur Verfügung stehenden Referenten erwähnt und gewürdigt werden. Nicht nur, dass ihr Vortrag die plötzlich gerissene Lücke sehr erfolgreich ausglich, sondern auch, indem sie die vollständige Erzählung Wort für Wort aus einem Buch Hemingways innerhalb kürzester Zeit abschrieb, um das Schriftbild auf ein "vorlesbares" Niveau zu heben. Eine großartige Leistung von Ursula Kühn. Danke für diesen Einsatz!

      

Monika Gorbuschin sorgte zum Schluss der Lesung für die Möglichkeit, die trocken gewordenen Kehlen mit einer Flasche "köstlichem Roten" für jeden Einzelnen der Akteure anzufeuchten.


Die Feuerzangenbowle - Literatur in Alfeld/Leine im Mehrgenerationenhaus

Wolfgang Nieschalk aus Nordstemmen stellt den Gästen Heinrich Spoerl vor, der Autor der weltbekannten "Feuerzangenbowle" ist.

Wolfgang Nieschalk aus Nordstemmen stellt den Gästen Heinrich Spoerl vor, der Autor der weltbekannten "Feuerzangenbowle" ist.

Der Gewölbekeller des Mehrgenerationenhauses in Alfeld bot ideale Voraussetzungen, um bei Kerzenlicht der Fantasie der zahlreichen Zuhörer freien Raum zu lassen, als Wolfgang Nieschalk über das Leben Heinrich Spoerls - dem Vater der Feuerzangenbowle  berichtete. Auch wurde über die "Abenteuer" zweier Schüler aus dem "örtlichen Gymnasium" in einem Wasserturm und die Verzinsung des Geldes referiert, aber vor allem wurde der Unterschied zwischen Ausgeben und Nichtausgeben des knappen Rohstoffs näher beleuchtet. Ob es mathematisch korrekt ist, so zu rechnen, sei dahingestellt. Jedenfalls hat es Spoerls Großmutter zu etwas gebracht, indem sie den Unterschied von einem Taler ausgeben und nicht ausgeben mit zwei Talern bezifferte. Sie hat so gehandelt, das hat sich offenbar bewährt und seine Großmutter hat es zu etwas gebracht."

Der Vortrag von Nieschalk über den Autor Heinrich Spoerl löste bei den Zuhörern im Mehrgenerationehaus Alfeld lebhafte Diskussionen dahingehend aus, dass die Schreiibfreunde Alfeld in absehbarerer Zeit eine ähnliche Vortragsreihe entwickeln sollten.

Der Vortrag von Nieschalk über den Autor Heinrich Spoerl löste bei den Zuhörern im Mehrgenerationehaus Alfeld lebhafte Diskussionen dahingehend aus, dass die Schreiibfreunde Alfeld in absehbarerer Zeit eine ähnliche Vortragsreihe entwickeln sollten.

Der Altersschock eines Straßenbahreisenden und die geplatzte Hochzeitsnacht eines jungen Paares  durch das misstrauische Einschreiten eines Dackels in den entscheidenden Momenten der Annäherung - vorgetragen im Dialog mit Frau Heinrich vom Mehrgenerationenhaus - sorgte für lebhaften Beifall.

Wolfgang Nieschalk aus Nordstemmen beim Vortrag einer Erzählung von Heinrich Spoerl - dem großen Satirikers der 1940er Jahre - Heinrich Spoerl.

Wolfgang Nieschalk aus Nordstemmen beim Vortrag einer Erzählung von Heinrich Spoerl - dem großen Satirikers der 1940er Jahre - Heinrich Spoerl.





Wolfgang Nieschalk macht Radio mit dem Calenberger Autorenkreis


Jeden ersten Dienstag im Monat von 19.00 bis 20.00 Uhr!

Bereits zum drittenmal in diesem Jahr versammelten sich vier Autoren aus dem Calenberger Autorenkreis im Aufnahmestudio des Senders Leinehertz 106.5. um ausgesuchte Werke aus ihren Federn oder Tastaturen interessierten Zuhörern mittels Lesungen an vielen Orten weit über den Großraum Hannover hinaus nahezubringen, sondern nun auch über den Rundfunk ein noch breiteres Publikum für sich zu gewinnen.


Wolfgang Nieschalk Nordstemmen liest im Rundfunk Texte aus eigenen Werken, welche jeden ersten Dienstag im Monat von19.00 bis 20.00 Uhr  von Radio Leinehertz 106.5 MHZ ausgestrahlte werden.

Wolfgang Nieschalk Nordstemmen liest im Rundfunk Texte aus eigenen Werken, welche jeden ersten Dienstag im Monat von19.00 bis 20.00 Uhr von Radio Leinehertz 106.5 MHZ ausgestrahlte werden.

Umso größer war die Freude, als Ursula Kühn auf dem Weg ins Studio beinahe über ein auf dem Fußweg "ruhendes" Glücksschwein" fiel und dies spontan zum Talismann für diesen Tag erklärte.  Um dem Nachdruck zu verleihen, wagte sie den Ritt auf der ganz und gar nicht wilden Sau - aber das Schwein brachte uns wirklich Glück, denn die Aufnahme war schon nach gut einer Stunde beendet. Das war gut so, denn im Studio herrschten - nicht zuletzt durch die aufgeheizten Gemüter der Vortragenden - höchst tropische Temperaturen, die aber - der anspruchsvollen Aufgabe gerecht werdend - von den Autoren klaglos  ertragen wurden.

Ruhe bitte - signalisiert die rote Warnlampe - hier nicht sichtbar,  wenn die Technik im Studio auf Sendung geht. Es herrscht immer ein gewisses "Nervenkribbeln" beim Vortragenden - hier Wolfgang Nieschalk -  bevor der Vortrag selbst volle Aufmerksamkeit fordert.

Ruhe bitte - signalisiert die rote Warnlampe - hier nicht sichtbar, wenn die Technik im Studio auf Sendung geht. Es herrscht immer ein gewisses "Nervenkribbeln" beim Vortragenden - hier Wolfgang Nieschalk - bevor der Vortrag selbst volle Aufmerksamkeit fordert.

Die Moderation wurde durch Jörg Hartung aus Leveste/Gehrden in gewohnt professioneller Art und Weise geführt und er verwickelte Wolfgang Nieschalk aus Rössing, der den Anfang mit zwei "Geschichten aus der Landwirtschaft" machte, in ein Einführungsgespräch, welches den Übergang zum eigentlichen Vortrag fließend machte. Der erste Beitrag behandelte in launischer Weise die Eigenheiten unserer Kühe, ohne die die heutige Lebensmittelindustrie und die Produzenten von Schuhen wirkliche Probleme bekämen. Auch das Problem der Menschen in früheren Jahrhunderten mit dem "wichtigsten Gemüse der Welt", der Kartoffel, wurde im zweiten Beitrag von Wolfgang Nieschalk kurz, satirisch aber trotzdem mit der nötigen Sachlichkeit behandelt.

Ursula Kühn aus Weetzen / Ronnenberg war bereits zum zweiten Male im Studio und damit ein "alter Studiohase." Sie begann diesmal mit einem Gedicht und  danach mit einer längeren Abhandlung über Adam und Eva, in der ihm Eva über verschiedene Stufen - für Adam völlig unverständlich - erklären und vorführen musste, wer der eigentliche und wirkliche Herr im Haus ist. Eine Geschichte, die in ihrer detaillierten Beschreibung die Wirklichkeit im Leben zwischen Frau und Mann eindrucksvoll wiederspiegelte.

Wilhelm Stenzel, der Senior und Mitbegründer des nunmehr zwanzig Jahre bestehenden Calenberger Autorenkreises und obendrein der unangefochtene Lyriker in der Autorengruppe, trug aus einem seiner zahlreich erschienen Bücher eine von ihm verfasste Lyrik vor, die zum Feinsten gehört, die das Segment "Lyrik" aufweisen kann. "Dies vorzutragen, war sogar einfacher, als ich gedacht hatte. Das würde ich jederzeit wieder machen",  fasste er abschließend zusammen,

Den Schluss machte Uwe Märtens. Er, der Initiator und Organisator der Rundfunksendungen, an denen die Calenberger Autoren beteiligt sind, trug eine Geschichte vor, in der er das Konsumdenken und den Konsumrausch der Gesellschaft ins Visier stellte und zum Nachdenken über die in jedem Schaufenster lauernde Verführung der Anbieter anregte.   

Es war ein Aufnahmetag, bei dem nicht nur die vom Himmel strahlende Sonne die gute Laune beflügelte. Auch die Aufnahme war selbst für manchen altgedienten Calenberger Autor etwas "Prickelndes", war Neuland, das sich zu erforschen lohnte und beim Forschen auf diesem Neuland fanden die Calenberger Autoren sich unerwartet mühelos zurecht.

 

Die Sendung wird ausgestahlt am 5. Mai 2015 auf UKW "Leinehertz 106.5" oder ist im Internet über PC auf folgendem Link zu empfangen:

http://www.leinehertz.net/player2/

 

Auch unter myheimat zu sehen unter folgendem Link.

http://www.myheimat.de/nordstemmen/kultur/wolfgang-nieschalk-liest-mit-den-calenberger-autoren-im-rundfunk-d2683004.html